18. 01. 2013   11:59 Uhr

"Batgirl" im EDV-Saal

Fledermaus erfolgreich gerettet

 

Zwei Tage lang sorgte eine "verirrte" Fledermaus für Aufregung am Piaristengymnasium, bevor sie vom Ornitologen Mag. Martin Pollheimer erfolgreich eingefangen und in ein sicheres Winterquartier gebracht werden konnte.

Am Mittwoch, 16. Jänner, 7.45 Uhr, herrschte große Aufregung - an der Tür zum EDV-Raum saß eine Fledermaus, die - durch das Getümmel der Schülerinnen und Schüler aufgeweckt - sogleich in den EDV-Raum schwebte und dort verwirrt umherflatterte, um sich anschließend irgendwo in einer Ritze oder hinter der Lüftung so zu verbergen, dass sie nicht mehr aufgefunden werden konnte. Die zu Hilfe geholten Kolleginnen und Kollegen aus dem Fach Biologie und Umweltkunde waren sich mit den Schülerinnen und Schülern einig: Die Fledermaus muss gerettet werden - in den Gängen und Klassenräumen des Piaristengymnasiums würde sie vermutlich den Winter nicht überleben. Der Biologielehrer Mag. Roman Honauer wandte sich an die Koordinationsstelle für Fledermausschutz und -forschung in Österreich (KFFÖ), die wiederum den Fledermausexperten vor Ort, Mag. Martin Pollheimer, nannte, der sich sofort bereit erklärte, bei der Bergung zu helfen. Allerdings zunächst ohne Erfolg, da die Fledermaus, die von den Schülern mittlerweilde den Namen "Sissy" erhalten hatte, weiterhin unauffindbar war.

Meldungen von Schülern, die "Sissy" - sogar im Freien - fliegen gesehen haben wollten, stellten sich als wenig glaubhaft heraus. Und tatsächlich entdeckte die Biologielehrerein Mag. Martina Leuthner am Donnerstag kurz vor Ende des Vormittagunterrichtes die Fledermaus hoch oben im Stiegenhaus sitzen. Mag. Martin Pollheimer kam wiederum und barg die verschreckte Fledermaus, die sich ihrerseits mit lautem Fauchen "bedankte". Pollheimer untersuchte das Tier und war überrascht, wie gut sie genährt ist: "Es handelt sich um eine sogenannte Zweifarbenfledermaus, sie ist weiblich und wiegt immerhin 12,5 g." und weiter: "Wenn man eine Fledermaus findet, dann soll man sie vorsichtig mit einem Lederhandschuh (Anm.: Bissgefahr!) bergen und am besten an einen dunklen Ort bringen. Ich werde die Fledermaus in den nächsten Tagen in einen alten Bergwerksstollen bei Rehberg aussetzen."

 

Foto 1: Mag. Pollheimer zeigt nach der Bergung die unversehrten Flügel.

Foto 2: Das aufgeschreckte Tier versuchte sich durch kräftiges Fauchen aus seiner vermeintlich misslichen Lage zu befreien.

Foto 3: Bei der Rettungsaktion waren auch dabei (von links): Mag. Martina Leuthner, Frau Margit Stimpfl, Michael Thurner(vorne), Mag. Martin Pollheimer, Maria Thurner, Mag. Hemma Faimann und Mag. Andrea Baumgartner.

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