PRÄSENTATION EINES POLIZEIHUNDES

VonMichaela Schaumberger

PRÄSENTATION EINES POLIZEIHUNDES

Beitrag von Mag. Hemma Faiman

Die Schülerinnen und Schüler der 1C und 1D konnten im Rahmen des BiU-Unterrichtes einen faszinierenden Einblick in die Ausbildung und Arbeit eines Polizeihundes nehmen. Herr Markus Pauker von der Diensthundestaffel St. Pölten kam mit seinem 6-jährigen Belgischen Schäferhund der Rasse Malinois. In St. Pölten sind folgende Suchhunde stationiert:

Fährtenhund, Leichen- und Blutspürhund, Brandbeschleuniger-Spürhund, Sprengstoff-Spürhund, Banknoten- und Dokumenten-Spürhund.

Chester“ ist ein Suchtmittelspürhund, der eine duale Ausbildung durchgemacht hat, d.h. zuerst die allgemeine Ausbildung als Fährten- und Schutzhund („Der Hund ist die 2.Waffe des Polizisten.“), danach die Ausbildung zum Drogensuchhund. Bei Bedarf müssen Hund und Hundeführer auch in anderen Bezirken aushelfen. Die Ausbildung dauert insgesamt drei Jahre, der Hund kommt bereits als Welpe in die Familie des Hundeführers. Mit 11 Jahren darf er in „Pension“ gehen, dann wird er vom Staat der Familie geschenkt. Es muss also rechtzeitig ein weiterer Welpe ausgebildet werden. Nicht jeder Hund ist für diesen „Job“ geeignet. Zuerst müssen die Tiere an fremde Umgebung gewöhnt werden (wie glatte Küchenfliesen), das Weiteren dürfen sie sich von Menschenmengen nicht ablenken oder erschrecken lassen, um für Einsätze in Fußballstadien (gegen Hooligans) oder lauten Diskotheken gewappnet zu sein.

Bei der Ausbildung werden der ausgeprägte Geruchssinn und der Spieltrieb des Hundes ausgenützt, der Hund muss sich dem Hundeführer gut unterordnen. Diese Fähigkeiten und die ausgezeichnete Erziehung konnten wir bei der Präsentation von „Chester“ gut beobachten. Einen von einem Schüler versteckten Schlüssel und ein Polizei-Muster eines Drogenbeutels hat er im Handumdrehen gefunden. Sogar eine von Herrn Pauker ins Gras geworfene Münze konnte er nach intensivem Schnüffeln ebenfalls bald finden. Allerdings erwartet sich der Hund von seinem Hundeführer eine regelmäßige Belohnung in Form seines Spielballs. Das intensive Schnüffeln ist übrigens für den Suchhund sehr anstrengend und er ist auch nicht jeden Tag in der gleichen Verfassung. An diesem Morgen hatten Polizist und Spürhund schon einen Nachtdienst (samt Einsatz) hinter sich, trotzdem präsentierte sich „Chester“ von seiner besten Seite. Wenn der Hund das Gewünschte gefunden hat, gibt er das durch passives Anzeigeverhalten bekannt, das bedeutet, er legt sich ab und schaut zu seinem Hundeführer. Von dem bekommt er dann im Gegenzug wieder sein Spielzeug. Zubeißen darf er nur auf Befehl, beim Training beißt er auch seinen Hundeführer, wie wir sehen konnten. Der schützt sich natürlich mit einer gepolsterten Jacke, für den Hund ist das ein Spiel. Im Falle eines Angriffes sollte der Polizeihund seinen Polizisten allerdings auch verteidigen.

Die Erziehung zum Erkennen von Suchtmitteln erfolgt mit einer Drogenmischung in geringsten Mengen (Nanogramm, sonst wären sie ja für den Hund genauso schädlich wie für Menschen), die Konditionierung darauf erfolgt mit Klick-Lauten. Nicht nur die Schülerinnen und Schüler der beiden 1. Klassen zeigten sich von der Präsentation des Polizeihundes begeistert, auch die anwesenden Professorinnen waren von „Chesters“ Leistungen und von der schülergerechten Präsentation durch Herrn Pauker fasziniert.

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