Ein Rombericht der 8. Klassen: In vino veritas?

VonBernadette Stiefelbauer

Ein Rombericht der 8. Klassen: In vino veritas?

Beitrag von Mag. Christina Leberzipf:

Unter diesem Motto stand die Romreise leider nicht. Dennoch erlebte die Gruppe von 34 Schülerinnen und Schülern zusammen mit ihren drei LehrerInnen viele glückstrunkene Momente.

 

Vom 12. bis 16. September 2022 reisten wir, die 8G und 8R, gemeinsam mit unseren ProfessorInnen, MMag. Christina Leberzipf, MMag. Michaela Schaumberger und Mag. Daniel Hochleitner, nach Rom.

So wenig Schlaf hat sich noch nie so gut angefühlt: Nach einem Flug im Sonnenaufgang und einer Busfahrt voller Sekundenschlaf, führten alle Wege nach Rom. Mit einem motivierenden „Andiamo!“ begann unsere Stadtführung mit unseren beiden Guides. Vorbei an dem Trevi-Brunnen, der Spanischen Treppe und dem Pantheon zogen die Gruppen ihre Runden durch die Stadt. Nach etwa 20.000 Schritten und einem ausgezeichneten Abendessen fielen wir dann aber auch todmüde ins Bett.

Frisch und munter starteten wir in den nächsten Tag. Erster Stopp des Tages war die Villa Borghese mit einer traumhaften Aussicht auf den wunderschönen Park. Mit der U-Bahn ging es weiter zu den Kapitolinischen Museen, wo wir bei einer Führung viele eindrucksvolle Statuen und Gemälde betrachteten. Obwohl wir – die armen, von ihren Eltern entraubten Kinder – unter Arbeitsblättern leiden mussten, hatten wir trotzdem eine schöne Zeit dort und lernten unter anderem auch unsere neuen Lieblingsfüllwörter „eco“ und „allora“.

Mit Sonnenstrahlen in unseren Gesichtern begann dann auch schon der dritte Tag. Ostia Antica mag für das ungeschulte Auge wie ein Steinhaufen scheinen, aber sowohl die LehrerInnen als auch die beiden Klassen wussten diese Steine zu schätzen. Danach hieß es „Pack die Badehose ein“ und ab gings zum Meer in Ostia. Mit Salz in den Haaren, verbrannter Haut und einem zufriedenen Lächeln auf dem Gesicht wurde das Abendprogramm in Trastevere fortgesetzt, wo die Chefin der Reise, Frau Professor Leberzipf, den SchülerInnen etwas über die Tiberinsel erzählte.

„Ora et labora“: An Tag 4 kam es zu einem Besuch beim Papst. Menschenmassen, Gedrängel und ein Haufen an Arbeitsblättern überraschten uns tapfere SchülerInnen auf dem Weg zur Sixtinischen Kapelle. Von Reizüberflutung kann in den Vatikanischen Museen und im Petersdom nur die Rede sein. So manch übermotivierte SchülerInnen nahmen die 551 Stufen auf sich und wurden nassgeschwitzt mit einer atemberaubenden Aussicht über ganz Rom belohnt. Am Ende des Tages durften wir auf eigene Faust durch die Straßen Roms streunen.

Neuer Tag, neues Glück: Die viel zu schnell vergangene Woche endete mit einem Besuch im Kolosseum, dem Forum Romanum und einer Besteigung des Gründungshügels Palatin.

Mit vollgepackten Koffern und gefüllten Mägen traten wir die Heimreise an. Schließlich ging die langersehnte Romreise zwar mit einer halben Stunde Flugverspätung, aber mit tollen Erinnerungen zu Ende.

Summa summarum war die Reise ein einmaliges Erlebnis für alle Beteiligten. Dennoch dürfen wir nicht vergessen, dass noch eine Münze von uns im Trevi-Brunnen liegt und wir somit bald wiederkommen müssen.

In diesem Sinne: Hic sedet Iulia. Iulia amica mea est.

EXKURS – Lateinischer Rombericht der Langlateiner:

Andiamo a Roma!

Si quis in Roma est, Vaticanus certe visitandus est: Post ientaculum tenue Vaticanum quarta die profecti sumus, ubi primo Museum Vaticanum, deinde Basilicam Sancti Petri visimus. Secundum dictum „Vacuus venter non studet libenter“ 20 000 artificiis in Museo Vaticano exponentis cumulati sumus. Tamen CapellaSixtina et prospectus de Templo Vaticano nos commoverunt. ©8G Langlatein

 

De latere umbroso Romae

Postquam nos mane lavamus, a Neptuno vehemente fluctu deprehendimur. Deinde similas, quas aridas ut deserta fuerunt, quadraginta sexagesimam partem horae mandimus. Tam sol ad nos ardebat, ut atrociter in desertis Aegypti. Putavimus nos ad aquam tabere atque sicut aqua pluvia in cloaca finem habere. ©8G Langlatein

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Bernadette Stiefelbauer administrator